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Hypnose und Wille
12.02.2009, 19:43
Beitrag: #1
Hypnose und Wille
Hallo zusammen,

gestern kam ein gewisser ehemaliger Showhypnotisuer im Fernsehen auf Spiegel-TV um 22.15 Uhr.

Die Sendung erweckte vor allen Dingen den Eindruck, daß der Hypnotisuer unendliche Macht über seine Subjekte besitze.

Moderator Jauch meinte dann auch, daß die Mißbrauchsmöglichkeiten der Hypnose "gigantisch" seien.

Der Ex-Showhypnotisuer zeigte unter anderem ein Experiment, wo er einem Mann suggerierte, eine Serviette sei unbezahlbar. Daraufhin war sieser Mann bereit, dem Showhypnotisuer eine horrende Summe zu überlassen, um diese Serviette zu erhalten, und er versuchte sogar noch, Geld vom Automaten abzuheben.

Ich möchte an dieser Stelle meine Sichtweise zum Thema "Hypnose und Verbrechen" vor- und zur Diskussion stellen.

Die entsprechende Fernseh-Aufführung ist jedoch nur der Anlaß, gegensatnd des Beitrages ist das Thema selbst.

Ich bin mir bewußt, daß es auch von etlichen kompetenten, seriösen und integren Hypnotisueren anders gesehen wird als von mir, aber das ist ja okay.

Nun denn.


Hypnotisierte gehorchen wirklich!


Experimente, wie sie gestern gezeigt wurden, waren auch schon lange zuvor durchgeführt worden.
Und zwar noch viel heftigere.

Beispielsweise befahl man tief hypnotisierten Personen, andere Menschen zu vergiften.
Sie taten es.

Man befahl ihnen auch, eine Münze aus hochgradig ätzender Säure herauszuholen. Auch hier hatte man Erfolg!

Aber die Versuche gingen noch weiter:
Man warf ein Stück Fleich in eine Säure, das sich vor den Augen der Probanden darin auflöste!

Und dann sagte man ihnen, sie solten die Säure nehmen, und sie dem Versuchsleiter ins Gesicht kippen.
Und so unglaublich es klingt: Fast alle taten es.


Weiterhin befahl man tief hypnotisierten Versuchspersonen, nach hochgiftigen Klapperschlangen zu greifen.
Die Probanden hatten Angst vor diesen Reptilien, wichen vor ihnen zurück und sagten vor der Hypnose auch, daß sie sie niemals anfassen würden.
Aber in der Hypnose machten sie es dann doch fast alle!!

Bei diesen und ähnlichen Experimenten wurde den Probanden befohlen, sich selbst und andere zu verletzen und in Gefahr bis hin zur Lebensgefahr zu bringen.

Das geht noch weit über das Experiment mit der Serviette mit dem teuren Verkaufspreis hinaus!

Diese Versuche sind in der Tat "ungeheuerlich".

Also ist es klar, daß man Hypnotisierte dazu anstiften kann, alles mögliche zu tun.



Auch Nicht-Hypnotzisierte gehorchen!


Warum bin ich dann dennoch der Meinung, daß Hypnose keine Verbrechen begünstigt?

Aus einem Grund:

Man machte auch Experimente mit Kontrollgruppen, also mit Menschen, die NICHT hypnotisiert worden waren.

Dabei zeigte sich: Diese Leute kamen den Befehlen ebenfalls nach, wenn man es ihnen nachdrücklich befahl.
Auch sie schütteten ätzende Säure auf andere, griffen nach hochgifteigen Schlangen usw!
Und zwar mindestens genau so oft.

Es ist dabei sehr wichtig, daß genau dieselben Anforderungen und derselbe soziale Druck für die Kontrollgruppe gilt.

Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang das Real-Simulator-Paradigm von Martin T. Orne:

Einmal nimmt man Menschen, die sehr schlecht oder gar nicht auf eine formelle kalssischen Hypnose reagieren, und denen sagt man, daß sie den Hypnotisuer reinlegen sollen.
Die hypnotische Gruppe dagegen besteht aus Personen, die ausgesprochen schnell und gut hypnotisierbar sind und auch wirklich mitmachen sollen.

Diese Gruppen reagieren gleich, soweit es um die Anstiftung zu Verbrechen geht. (aber auch andere Kontrollgruppen bei entsprechendem Nachdruck reagieren wie die Hypnotisierten.)

Dies deutet stark darauf hin, daß Hypnotisierte zwar unter bestimmten Umständen zu spektakulärem Gehorsam bereit sind, daß es aber nicht die Hypnose selbst ist, sondern die soziale Situation, die dafür verantwortlich zeichnet.

Deshalb muß man das Thema "Manipulation durch Hypnose" sehrwohl ernst nehmen, allerdings unter den entsprechenden Gesichtspunkten sehen.
Hypnose ist mit Assoziationen und Erwatungen der Kontrolle besetzt.

Trotzdem ist die Aussagekraft solcher Experimente sehr begrenzt. Denn man kann davon ausgehen, daß die Vps (Versuchsperonen) wissen oder ahnen, daß es nur ein Experiment ist. Schließlich können auch die Vps davon ausgehen, daß sie letztlich geschützt sind und es "keine Leichen" geben wird - und so ist es dann natürlich auch.
(Auch ein Hypnotisierter weiß das zumindest unbewußt, wir kommen noch darauf.)

Es ist schwierig, Experimente zu machen, bei denen die Teilnehmer wirklich glauben, daß es "tödlicher Ernst" ist.

Außerhalb der Hypnose gibt es dazu vor allem die Milgram-Experimente, die zeigen, daß Menschen durch normalen Gehorsam und ohne Hypnose zu etwa zwei Dritteln sogar bereit sind, das Leben anderer auszulöschen.
Auch wenn sie glauben, daß es ernst ist.
Ohne Drohung, einfach aufgrund der Autorität des Versuchsleiters! Und ehen Hypnose.
(Man google bitte unter Milgram-Experimente und lese sorgfältig, wenn man das noch nicht kennt. Die Psychiater, die man im Vorraus gefragt hatte, hatten sich völlig verschätzt, was die extreme Kooperativität anbelangt.)

Es gibt jedoch zumindest ein Experiment mit Hypnose, durchgeführt durch die amerikanischen Hypnose-Forscher Calverley und Barber, bei dem man davon ausgehen kann, daß die Vps tatsächlich erfolgreich getäuscht wurden, als antisoziale Akte verlangt wurden.
Das Ergebnis: Erschreckend viele Probanden kamen den Aufforderungen nach, als diese nachdrücklich und wiederholt gegeben wurden, obwohl sie deshalb Schuldgefühle hatten.

Jedoch gab es keine Unterschiede zwischen Hypnotisierten und Nicht-Hypnotisierten. Beide Gruppen gehorchten gleichermaßen!



Die hypnotische Halluzination: Highway to Hell?


Daneben gibt es auch den Einwand, man könne Hypnotsierte aber zu jedem Verbrechen bewegen, indem amn einfach mit hypnotischen Täuschungen arbeite.

So wurde beispielsweise in dem erwähnten Experiment mit den Klapperschlangen schon vor vielen Jahrzehnten einigen der Teilnehmer suggeriert, daß die Schlangen in Wahrheit Seile seien.

Die Argumentation klingt sehr einleuchtend: Wenn der Hypnotisierte nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann, wie soll er dann sein Handeln kontrollieren?

Hierzu ist jedoch zu bemerken, daß der Hypnotisierte auf einer unbewußten Ebene, die aber offenbar von zentraler Bedeutung für sein Handeln ist, immer weiß, was Sache ist.
Man spricht in diesem Zusammenhang von "Trancelogik" und dem "versteckten Beobachter" ("hidden observer").

Beispielsweise geht ein Hypnotisierter um ein "unsichtbares", negativ halluziniertes Objekt herum, anstatt dagegenzurennen und sich anzustoßen.
Oder er befolgt Suggestionen trotz hypnotischer Taubheit, wenn diese so gegeben werden, daß klar ist, daß der Hypnotisuer wirklich die Ausführung will.

Oder der Hypnotisierte erinnert sich nach einer entsprechenden Amnesie wiederan die "vergessene Zahl", wenn ihm das suggeriert wird. Auch dann, wenn man ihren Namen nicht ausspricht und er sie also eigentlich nicht kennen dürfte!

Ich habe dazu realtiv viele Experimente gemacht, auch mit "sehr tiefer" Hypnose, eines auch, das in Richtung Manipulation ging:

Ich suggerierte einer tief hypnotisierten Vp, daß eine dritte Person, die ihr nahesteht, weg ist, obwohl diese in Wahrheit am Boden lag. Das funktionierte auch gut.

Dann bat ich die Vp, einen bestimmten Weg zu gehen. Wenn sie ihn direkt gegangen wäre, dann hätte sie eigentlich die am Boden liegende Person "übertrampeln" müssen. Ich achtete darauf, daß ich das notfalls hätte verhindern können.
Tatsächlich aber machte die Vp einen Bogen. Als ich sie fragte warum, meinte sie, da liege am Boden so viel Staub und Fuseln. Ich fragte sie dann, ob es okay wäre, wenn ich da mal reinhopse.
Nein, lieber nicht, meinte die Vp, sonst würde sich das so verteilen.

Das sind offensichtlich Rationalisierungen. Die Vp wollte nicht über die dritte Person laufen und nicht, daß ich auf sie draufspringe (was ich natürlich nicht gemacht hätte).

Ich möchte hier auch den Hypnosewissenschaftler Gibson (als einen unter vielen) erwähnen.
Gibson diskutiert den Fall einer jungen Frau, die zwar alle möglichen halluzinierten Verbrechen begeht, aber sich weigert, sich auszuziehen. Eine andere Frau andere - sie ist Stripperin, wie sich später herausstellte - kommt der Aufforderung dagegen anstandslos nach.
Er betont den offensichtlichen Einfluß nicht-hypnotischer Faktoren, in diesem Fall der persönlichen Einstellungen.

Gibson bemerkt, daß er noch nie einen Fall erlebt habe, wo jemand unter hypnotischen Halluzinationen sich ernsthaft geschadet habe oder Handlungen begangen habe, die wirklich gefährlich sind.



Zusammenfassung und Resümmee


1. Bei fast allen Experimenten kann die Vp davon ausgehen, daß in Wahrheit für ihre Sicherheit gesorgt ist und nichts "wirklich Schlimmes" geschieht.
Solche Experimente haben daher eine geringe Aussagekrafft.

2. Es zeigt sich jedoch allgemein, daß Menschen eine erschreckende und unglaubliche Gehorsamsbereitschaft besitzen, mit oder ohne Hypnose.

Es ist also falsch zu sagen, daß man mit Hypnose Menschen nicht zu vielem bewegen kann - es muß vielmerh heißen:

Man kann Menschen mit und ohne Hypnose unter günstigen Bedingungen zu allem Möglichen bewegen!!
Das ist ein sehr bedeutender Unterschied! Man kann das nicht genug betonen.

3. Halluzinationen, Illusionen und kognitive Verzerrungen sind offenbar nicht geeignet, Manipulationen in besonderer Weise zu fördern.


Das ist wie gesagt meine Meinung, jede andere sei natürlich auch respektiert!

LG Miraculus
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12.02.2009, 23:44
Beitrag: #2
RE: Hypnose und Wille
Hallo Miraculus,

ich habe es auf Stern TV gesehen. Wink

Um auf dein Resümee einzugehen. Glaubst Du wirklich dass die Bereitschaft zum Gehorsam mit Hypnose zu vergleichen ist?
Ich würde dir gerne das Gegenteil auf eines unserer Workshops zeigen, wenn Du kommen solltest. Wink

Hatte der Junge Mann gestern auf Stern TV eine Wahl sein Verhalten um die Serviette zu Stoppen?
Oder hat er sich nur gerne zum Gespött gemacht, weil er gerade so lustig drauf war und wusste dass es nichts Schlimmes ist, wenn er gerade eine Serviette zum allerwichtigsten in seinem Leben macht?

Unter welchen Voraussetzungen hätte man diesen Jungen mit Gehorsam zur gleichen Vorführung bewegen können?



Zitat:Gibson bemerkt, daß er noch nie einen Fall erlebt habe, wo jemand unter hypnotischen Halluzinationen sich ernsthaft geschadet habe oder Handlungen begangen habe, die wirklich gefährlich sind.

Dann ist das wohl für die Betroffene auch nicht gefährlich gewesen, als sie sich wegen Narkotikamangel die Beine Amputieren ließen unter Hypnose.
War z.B. in vielen früheren Kriegen schon oft der Fall.
Den Einwand kann man hier natürlich bringen, das diese Leute gar keine Wahl hatten. Stimmt wahrscheinlich.

Liebe Grüße
Niko
...............................................

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13.02.2009, 11:23
Beitrag: #3
RE: Hypnose und Wille
Miraculus,

dann erkläre mir doch bitte, warum Du so viel hypnotische Versuche machst, wenn es Deiner Aussage nach, doch gar nicht nötig ist. Warum nimmst nicht den direkten Weg???

Deine Aussage, dein Resüme, deckt sich nicht mit Aussagen, die Du schon in anderen Threads geäußert hast. Ich denke da z.B. an das Kamel im Wohnzimmer... Cool
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13.02.2009, 19:55
Beitrag: #4
RE: Hypnose und Wille
Hallo zusammen,

tut mir leid, im märz kann ich vermutlich nicht, wahrscheinlich aber im Sommer. Wink

@ Niko. Alle Experimente sprechen dafür, daß eine entsprechende soziale Situation die ursache für die Gehorsamsbereitschaft ist.

Man braucht immer eine gute Kontrollgruppe. Wenn ich Hypnotisierte oder blondhaarige dazu bringen kann, jemandem eine ätzende Säure ins gesicht zu schütten, dann ist noch nicht bewiesen, daß Hypnose oder blonde Haare schuld sind...
Deshalb muß man die Experimente dann auch mit Nicht-Hypnotisiserten und Dunkelhaarigen durchführen...und natürlich darauf achten, daß sonstalle Bedingungen gleich sind.

Zitat Niko:

Zitat:Hatte der Junge Mann gestern auf Stern TV eine Wahl sein Verhalten um die Serviette zu Stoppen?
Oder hat er sich nur gerne zum Gespött gemacht, weil er gerade so lustig drauf war und wusste dass es nichts Schlimmes ist, wenn er gerade eine Serviette zum allerwichtigsten in seinem Leben macht?

Unter welchen Voraussetzungen hätte man diesen Jungen mit Gehorsam zur gleichen Vorführung bewegen können?

Zuerst einmal muß ich hier etwas vorrauschicken. Ich weiß nicht, ob es sich wirklich um zufällige Passanten handelt, denn derslbe ehem. Showhypnotisuer - den ich hier keineswgs kritisieren möchte! - hatte kurz zuvor eine Sendung. Da wurden Schüler seines Showhypnose-Seminars gefilmt, wie sie die Ausbildung machten, und dann die erste Show.
Der "Hauptschüler" hatte allerdings schon ein Jahr zuvor genau dasselebe Seminar mitgemacht und inzwischen auch Erfahrung als bühnenhypnotissuer gesammelt. Der Künstlername ist mir bekannt, und Beweise ginbt es auch. Wink

ABer gehen wir mal davon aus, daß es echt war!
Dasnn würde ich sagen, daß das für einen Hypnotisierten in dieser Situation das ist, was auch erwartet wird. Es gehört dazu, daß er es macht. Sonst macht er alles kaput. Auch ist er nicht blamiert, denn er ist ja "in Hypnose"!
Wenn er aber nicht mitmacht, dann ist er ein Spielverderber.
Natürlich überlegt er so etwas nicht bewußt, das sind unbewußte Prozesse.

Ich bin überzeugt, daß ein motivierter Passant, der hypnose spielen soll, mit derselben Motivation und unter denselben Umständen auch dasselbe machen würde.
Schließlich weiß er ja auch, daß letztlich nichts passieren wird.
Zudem die allgemeien Gehorsamsbereitschaft, siehe erster Beitrag.

Zitat Sandra:

Zitat:dann erkläre mir doch bitte, warum Du so viel hypnotische Versuche machst, wenn es Deiner Aussage nach, doch gar nicht nötig ist. Warum nimmst nicht den direkten Weg???

Deine Aussage, dein Resüme, deckt sich nicht mit Aussagen, die Du schon in anderen Threads geäußert hast. Ich denke da z.B. an das Kamel im Wohnzimmer... Cool

Mir geht es bei diesen Versuchen ja nicht ummGehorsam, sondern um genuine hypnotische Phänomene! Wink
Dazu reicht "gehorsam" nicht aus, dazu bedarf es der Nutzung der imaginativen und dissoziativen fähigkeiten.

@ alle:
es gibt auch ein sehr interessantes (nicht-hypnotisches) men ich leider vergessen habe.
Dort wurden Versuchspersonen beauftragt, sich selbst einen Stromstoß zu versetzen.
Es wurde ihnen gesagt, daß dabei ihr Gehör irreperabel geschädigt werden könne - und doch gehorchten sie mehrheitlich!

Die Situation mit einer "Autorität" und einem "Gehorchenden" hat eine enorme Kraft, vor allem, wenn diese Interaktionsform erst einmal akzeptiert wurde.
Dies gilt für das Labor wie für die Straße.
Je mehr man dann mit macht und gehorcht, desto eher belibet man auch dabei.

Die Bereitschaft sich und andere zu schädigen und zu gehorchen, wenn jemand als "Autorität" akzeptiert wurde, ist enorm.


Bitte unbedingt lesen, wenigstens bis zu "Erweiterungen und Replikationen des Experiments"
http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIM ... lgram.html

Ist ein absolutes MUSS!!!

LG Miraculus
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13.02.2009, 21:42
Beitrag: #5
RE: Hypnose und Wille
Hallo Miraculus,

Zitat:tut mir leid, im märz kann ich vermutlich nicht, wahrscheinlich aber im Sommer. Wink

Macht rein nocht gar nichts. ;-)
Wir können warten. Big Grin

Zitat:@ Niko. Alle Experimente sprechen dafür, daß eine entsprechende soziale Situation die ursache für die Gehorsamsbereitschaft ist.

Stimme ich zu, es ist die soziale Situation die es ausmacht. Also eine ganz bestimmte ausgeprägte, vielleicht sogar extrem Situation.

Wo aber finden wir diese Art der sozialen Situation in unserem Alltag?
Mit Hypnose kann man es fast überall und fast mit jedem herbeiführen.


Zitat:Zuerst einmal muß ich hier etwas vorrauschicken. Ich weiß nicht, ob es sich wirklich um zufällige Passanten handelt, denn derslbe ehem. Showhypnotisuer - den ich hier keineswgs kritisieren möchte! - hatte kurz zuvor eine Sendung. Da wurden Schüler seines Showhypnose-Seminars gefilmt, wie sie die Ausbildung machten, und dann die erste Show.
Der "Hauptschüler" hatte allerdings schon ein Jahr zuvor genau dasselebe Seminar mitgemacht und inzwischen auch Erfahrung als bühnenhypnotissuer gesammelt. Der Künstlername ist mir bekannt, und Beweise ginbt es auch. Wink

Diese Geschichte von dem jungen angehenden Showhypnotiseur kenne ich nicht. Entweder hat der Sender tricksen wollen, oder sie haben sich austricksen lassen. Oder es steckt eine dritte Wahrheit dahinter, ich weiß es nicht.
Ist aber auch völlig egal in meinen Augen, und nicht wert sich darüber auszulassen und gar zu ärgern.
Dann müssten sich alle über diejenigen nämlich sehr ärgern und endlich etwas unternehmen, die uns fast täglich austricksen und dabei Menschen direkt oder indirekt töten.

Bei dem Jungen weiß ich nicht. Aber das Mädchen z.B. die die Wurst in dem 1€ Laden unter Hypnose verlangte, kannte den Showhypnotiseur sicherlich nicht. Es war eine Junge Dame, laut meinem Sohnemann, die mit ihm zusammen die Lehre absolviert hat. Er war ganz überrascht als er sie im Fernsehen sah.


Ich selbst bin auch überzeugt, dass nichts davon ein Fake war. Hat man auch im Studio gesehen, das nicht alles geklappt hat. Das ist eben Hypnose, und nicht voraus planbar.

Zitat:ABer gehen wir mal davon aus, daß es echt war!
Dasnn würde ich sagen, daß das für einen Hypnotisierten in dieser Situation das ist, was auch erwartet wird. Es gehört dazu, daß er es macht. Sonst macht er alles kaput. Auch ist er nicht blamiert, denn er ist ja "in Hypnose"!
Wenn er aber nicht mitmacht, dann ist er ein Spielverderber.
Natürlich überlegt er so etwas nicht bewußt, das sind unbewußte Prozesse.

Das ist doch mal eine neue Theorie. Das UB spielt also nur mit, weil er kein Spielverderber ageben will. Wink

Zitat:Ich bin überzeugt, daß ein motivierter Passant, der hypnose spielen soll, mit derselben Motivation und unter denselben Umständen auch dasselbe machen würde.
Schließlich weiß er ja auch, daß letztlich nichts passieren wird.
Zudem die allgemeien Gehorsamsbereitschaft, siehe erster Beitrag.

Bis zu einer bestimmten Punkt vielleicht. Aber ab einem bestimmten Level kannst Du machen was Du willst, weder Motivation noch sonst was wird Deinem Passanten dazu verleiten das gleiche wie unter Hypnose zu tun. Wink
Wenn Du aber fleißig und sehr sehr lange am suchen bist, wirst Du vielleicht doch mal einen überzeugen können. Tongue
Mit Hypnose geht’s schneller.


Zitat:@ alle:
es gibt auch ein sehr interessantes (nicht-hypnotisches) men ich leider vergessen habe.
Dort wurden Versuchspersonen beauftragt, sich selbst einen Stromstoß zu versetzen.
Es wurde ihnen gesagt, daß dabei ihr Gehör irreperabel geschädigt werden könne - und doch gehorchten sie mehrheitlich!

Die Situation mit einer "Autorität" und einem "Gehorchenden" hat eine enorme Kraft, vor allem, wenn diese Interaktionsform erst einmal akzeptiert wurde.
Dies gilt für das Labor wie für die Straße.
Je mehr man dann mit macht und gehorcht, desto eher belibet man auch dabei.

Die Bereitschaft sich und andere zu schädigen und zu gehorchen, wenn jemand als "Autorität" akzeptiert wurde, ist enorm.

Das sind für mich keine Alltagssituationen, sondern extreme.


Dein Link den Du hier rein gesetzt hast, funktioniert leider nicht. Sad

Liebe Grüße
Niko
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18.02.2009, 14:37
Beitrag: #6
RE: Hypnose und Wille
Hallo zusammen,


Zitat niko:

Zitat:Stimme ich zu, es ist die soziale Situation die es ausmacht. Also eine ganz bestimmte ausgeprägte, vielleicht sogar extrem Situation.

Wo aber finden wir diese Art der sozialen Situation in unserem Alltag?
Mit Hypnose kann man es fast überall und fast mit jedem herbeiführen.

Nun, da sind wir uns immerhin schon mal in einem wichtigen punkt einig. Cool
Ich würde aber sagen, daß es nicht schwer ist, andere soziale SItuationen zu finden.
Z.B Arzt - Patient, Therapeut-Klient, Experimentator-Proband.

Zitat:Diese Geschichte von dem jungen angehenden Showhypnotiseur kenne ich nicht. Entweder hat der Sender tricksen wollen, oder sie haben sich austricksen lassen. Oder es steckt eine dritte Wahrheit dahinter, ich weiß es nicht.
Ist aber auch völlig egal in meinen Augen, und nicht wert sich darüber auszulassen und gar zu ärgern.

Nun, es ist halt auf seine Art und Weise bemerklich, wie eine Werbung 8zugunsten des Hypnotiseurs Falsches suggeriert, oder wie er, obwohl er mit 39 mit Showhypnose aufgehört hat, über 30 Jahre lang als Showhypnotiseur "unterwegs" gewesen sein will...oder wie ein Profi plötzlich zum Anfänger wird, was natürlich einen guten Eindruck über die Qualität der Werbung gibt...erst recht ist es bemerkenswert, wenn diese Person sich dann noch gerne als Saubermann präsentiert, der andere richtet und strenge Maßstäbe anlegt....oder gar als Aufkärer, der endlich mal "reinen Wein" einschenkt und gegen die "größten Unwahrheiten" zu Felde zieht.Das hat schon irgendwo etwas Auffallendes. Big Grin

Zitat:Das ist doch mal eine neue Theorie. Das UB spielt also nur mit, weil er kein Spielverderber ageben will.
In gewisse Weise könnte man es so sagen, auch wenn ich die Formulierung für etwas unglücklich halte. Neu ist die Theorie aber nicht.

Jedenfalls steht fest, daß der Hypnotisierte unbewußt die Situation genau erkennt und sich ihr anpaßt.
Ich würde es daher so formulieren: Der Hypnotisierte verwsucht unbewußt, den Anforderungen der Situation gerecht zu werden.

Beispielsweise gibts Du einem sehr, serh tief hypnotisierten Probanden die SUggestion, daß er gerade durch den Wilden Weseten reitet. Er wird entsprechend reagieren.

Wenn das nun während einer Show passiert, dann wird er vermutlich etlche Bewegungen machen, wird auf seinem Stuhl auf- und abhüpfen, die Schenkel zuselmmenschlagen usw.

Gib dagegen in einem therapeutischen Settig dieselbe Suggestion. Egal, wie tief der Klient hypnotisiert ist, sehr wahrscheinlich wird er sich relativ ruhig verhalten.

Beide Hypnotisierte werden es intensiv erleben und auf bewußter Ebene sogar glauben, daß das wirklich geschieht, daß sie wirklich reiten und sich im Wilden Westen befinden.

Warum verhalten sie sich dann so verschieden?
Weil sie unbewußt die Situation erfassen und wissen, daß sie sich eben beispielsweise auf einer bühne befinden, wo es "gefordert" ist, daß sie ihr Erleben "demonstrieren". So meine ich dies. Wink


LG Miraculus
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18.02.2009, 14:44
Beitrag: #7
RE: Hypnose und Wille
Hallo Miraculus,

wir möchten in unserem Forum generell nicht über andere Hypnostiseure lästern. Weder mit Namen benannt, noch indirekt, wie jetzt von Dir hier. Niko schrieb:
Zitat:Diese Geschichte von dem jungen angehenden Showhypnotiseur kenne ich nicht. Entweder hat der Sender tricksen wollen, oder sie haben sich austricksen lassen. Oder es steckt eine dritte Wahrheit dahinter, ich weiß es nicht.
Ist aber auch völlig egal in meinen Augen, und nicht wert sich darüber auszulassen und gar zu ärgern.:

Das war ein dezenter aber dennoch direkter Hinweis. Bitte halte Dich in Zukunft daran.
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18.02.2009, 15:29
Beitrag: #8
RE: Hypnose und Wille
Hallo Miraculus,

ach wir werden uns schon einig. Wink

Zitat:Nun, es ist halt auf seine Art und Weise bemerklich, wie eine Werbung 8zugunsten des Hypnotiseurs Falsches suggeriert, oder wie er, obwohl er mit 39 mit Showhypnose aufgehört hat, über 30 Jahre lang als Showhypnotiseur "unterwegs" gewesen sein will...oder wie ein Profi plötzlich zum Anfänger wird, was natürlich einen guten Eindruck über die Qualität der Werbung gibt...erst recht ist es bemerkenswert, wenn diese Person sich dann noch gerne als Saubermann präsentiert, der andere richtet und strenge Maßstäbe anlegt....oder gar als Aufkärer, der endlich mal "reinen Wein" einschenkt und gegen die "größten Unwahrheiten" zu Felde zieht.Das hat schon irgendwo etwas Auffallendes. Big Grin

Wie schon gesagt, darüber tun sich schon so viele den Mund fusselig reden. Ich Persönlich brauch das nicht.
Sonst müsste ich auswandern, wenn ich alles genau unter die Lupe nehmen würde... nur wohin? Überall findet doch Manipulation statt.
Allein die Tatsache das Schwule in Deutschland mittlerweile sogar Heiraten dürfen, sollte man sich das mit dem Auswandern doch noch überlegen, bevor diese Geschichte hier noch Pflicht wird.

Das war jetzt ein kleiner Gag. Es gibt viel ernstahftere Geschichten wie wir Manipuliert werden. Da sind solche Sachen wirklich nur pilepale. Wink


Zitat:Nun, da sind wir uns immerhin schon mal in einem wichtigen punkt einig. Cool
Ich würde aber sagen, daß es nicht schwer ist, andere soziale SItuationen zu finden.
Z.B Arzt - Patient, Therapeut-Klient, Experimentator-Proband.

Diese Situationen Arzt usw. gibt es natürlich. Ich dachte an den Alltag insgesamt. Beim Arzt wäre für mich wieder eine außerordentliche Situation.
Was ich meine ist, dass man für Hypnose diese außerordentlichen Situationen nicht braucht, denn Hypnose ist selbst schon außerordentlich genug.

Zitat:In gewisse Weise könnte man es so sagen, auch wenn ich die Formulierung für etwas unglücklich halte. Neu ist die Theorie aber nicht.

Jedenfalls steht fest, daß der Hypnotisierte unbewußt die Situation genau erkennt und sich ihr anpaßt.
Ich würde es daher so formulieren: Der Hypnotisierte verwsucht unbewußt, den Anforderungen der Situation gerecht zu werden.

Die vorherige Formulierung ist meine Meinung nach auch nicht richtig.

Hier stimme ich zu, es steht fest das (zumindest derzeit wissen wir das es so ist) der Hypnotisierte Unbewußt die Situation erkennt, und versucht der Situation gerecht zu werden.

Zitat:Das war ein dezenter aber dennoch direkter Hinweis. Bitte halte Dich in Zukunft daran.

Ja wir Versprechen es felsenfest... Big Grin

Liebe Grüße
Niko
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18.02.2009, 18:56
Beitrag: #9
RE: Hypnose und Wille
Hallo zusammen,

ich ahbe über niemanden gelästert, sondern nur ein paar TATSACHEN - beweisbare Tatsachen erwähnt.
Ich habe noch nicht einmal diese Sendung hier kritisiert,aber obwohl ich keineswegs etwas Showhypnose habe, hätte ich z.b. fragen können, ob auch nur EINE (!!!!!) positive Aussage in der ganzen Sendung neben 10 negativen gemacht wurde.
Ich habe mich aber mit jeglicher Kritik ansonsten zurückgehalten.
Wenn das nicht okay ist, dann akzeptiere ich das

Was das "Ärgern" angeht, so würde ich sagen, daß man sich nach diesem Argument ja über gar nichts aufzuregen braucht - es gibt ja immer noch irgendwo was Schlimemres auf de weiten Welt.
Aber gut, das kann jeder sehen, wie er möchte. Damit habe ich kein Problem.

Allerdings vergeht mir in letzter Zeit etwas die Lust.
Ich habe immer wieder das Gefühl, daß mir auf ironische Art und Weise unter die Nase gerieben wird, daß ich "etwas" unwissend bin und einiges an blödem Zeug über Hypnose und damit zusammenhängenden Themen sage.

Sicher kann jeder seine eigene Meinung haben, und ich habe ganz sicher nichts gegen Kritik!
Aber diese immer wieder auftauschenden "süffisanten" Bemerkungen, die etwas in die Richtung gehen, ich wäre ein bißchen dööflich, und würde über Dinge reden, von denen ich keien wirklich Ahnung habe, ärgern mich doch etwas.

LG Miraculus
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18.02.2009, 19:48
Beitrag: #10
RE: Hypnose und Wille
Hallo Miraculus,

ich weiß nicht, aber ich habe Dir nie vermittelt oder vermitteln wollen, dass Du unwissend bist in Sachen Hypnose. Wenn es so rüber kam, dann tut es mir wirklich leid. Du hast zwar eine andere Sichtweise - aber das bedeutet nicht Unwissenheit.

Was die Sendung und den Hypnotiseur betrifft, bin ich da vielleicht streng gewesen. Ich weiß aus anderen Foren und Blogs, dass da wirklich unschöne Dinge geschrieben werden. Ich möchte dies in keiner Form fortgeführt haben. Jeder darf seine Meinung gern haben und äußern. Aber nicht in Abwesenheit dessen, über den geschrieben wird. Darum geht es mir.
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